Lehrgang und Jagd in Büdingen

Noch taufrisch sind die Erinnerungen an die Lehrgang vom 8.4 bis 9.4. und die abschließende Frühjahrsjagd. Als Lehrgangleiter konnten wir Dr. Gerhard Bosselmann gewinnen. Der Inhaber einer kleinen aber feinen Landbäckerei ist Trainer B Jagdreiten, Jagdreiter seit 40 Jahren und aktiver Pikeur beim Hamburger Schleppjagdverein. Wenn der Träger der Lütke-Westhues -Auszeichnung der FN als Jagdherr zu seiner inzwischen legendären Nikolauskjagd ruft, dann folgen dieser Einladung nicht nur Pikeure verschiedener Meuten, sondern auch Vielseitigkeitsreiter wie Peer Ahnert, Frank Ostholt und selbst Bundestrainer Hans Melzer. Dr. Gerhard Bosselmann lernte u.a. bei Oberst a.D. Paul Stecken, Martin Plewa, Lucinda Green, Axel Henrich, Aiden O'Connell und Claus Ehrhorn.

Bosselmann spricht Klartext. Erklärt nicht nur WAS man tun soll, sondern auch WARUM.

 

Alle Lehrgangsteilnehmer haben in den zwei Tagen extrem dazu gelernt. Am Freitag Mittag hätte ich nicht geglaubt, daß alle zusammen am Freitag Abend geordnet in der Gruppe galoppieren - singend! Daß alle, die nicht nur Gelände reiten, sondern auch Springen üben wollten, bereits am Samstag Vormittag den Graben überwinden ohne daß sich auch nur einer ungewollt von seinem Pferd trennt. Und daß wiederum alle(!) Lehrgangsteilnehmer – einen Hang herunter reiten, manchmal sogar rutschen, den andere Lehrgangsleiter in den Jahren zuvor gemieden hatten.

 

Ich gestehe – Suat und mir – uns stand kurzeitig mal der Angstschweiß auf der Stirn. Aber da zeigt sich, daß Pferde - wenn man ihnen erlaubt mitzudenken und ihre Füße zu sortieren - durchaus mitdenken und ihre Füße sortieren. Vom „normalen Warmblüter“ deutscher Zuchtgebiete, über den ohnehin trittsichern Haflinger, den Araber, das Quarter Horse und natürlich dem für die Jagd gemachten Irish Hunter – alle kamen heil den Hang herunter.

 

Am Samstag Abend hatten wir Stefan Schwanbeck zu Gast. Er steht der Firma USG vor, die nicht nur praktischer Weise keine 20 km von Büdingen entfernt ihren Firmensitz hat, sondern die auch noch Weltmarktführer in der Herstellung von Sicherheitswesten für den Reitsport ist. Stefan war sich nicht zu schade unserem kleinen Teilnehmerkreis über den aktuellen Stand der Sicherheitstechnik zu referieren – und bot neben einem interessanten Vortrag auch eine überzeugende praktische Vorführung an. So überzeugend, daß ein Lehrgangsteilnehmer eine Sturzweste in der Farbe Rot ordern wollte – da USG diese Farbe noch nicht anbietet, hat Christoph Stecker kurzerhand ein Stück des Innenstoffes seines Jagdrocks geopfert – wen  die Mindestbestellmenge erreicht ist, legt USG los… und Christoph bekommt auf jeden Fall „sein“ Rot!

 

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Büdinger Kreis, der Familien Knaf und der Familie Yilmaz – ohne die das Alles so nicht möglich gewesen wäre!

 

Julia Läßig (Präsidentin)

 

Jagdbericht:

Auf Einladung der Taunusmeute

 

In: Büdingen

Am: 10.4.2016

Jagdherr: TM

Master of Hounds: Brigitte Roggendorf

Pikeure: Jörg Pfeifer, Sabine Walter, Suat Yilmaz, Markus Gerhards

Schleppe: Martin Kessler

Begleiter: Thomas Lehr, Christph Stecker (Cappenberger Meute)

Im Feld : K.H.Knaf, J.Lässig, Martin ( von Petra)

Stelldichein : Märchenwiese Rosenhof

Jagdsignale: Markus?

Gelände: Feld und Wiesen rund um den Rosenhof

Boden: zum Teil tiefe Wiesen und Felder, am Rosenhof griffig

Halali: Märchenwiese Rosenhof

Distanz: 13 Kilometer

Brüche : 48

Meute: 8 Koppeln davon 5 Junghunde

 

Bemerkungen:

Es wundert einen nicht, daß so sich viele Reiter gerne und mehrmals im Jahr sich aufmachen um von weit her zum Rosenhof zu kommen. Es ist alles da, was Jagdreiterherzen höher schlagen lässt: Gastfeundschaft. Gemütlichkeit. Grosszügigkeit. Tolle Schleppen. Perfekte Jagdhindernisse in allen Varianten. Perfekte Organisation.

Besonders dafür - für die ganze Arbeit und Leidenschaft die der Büdingen Kreis mit Hilfe von der ganzen Familie Knaf auf die Beine stellt. Hut ab und weiter so. Wir sind stolz auf solche Mitglieder!

 

Wir hatten fünf Junghunde dabei, die ab und an noch eigene Wege einschlugen- aber am Ende der Schleppe doch alle wieder da waren. Es war nach meinem Empfinden der bis jetzt wärmste Tag und sie schlugen sich wacker. Der Rest des Packs jagte so schnell , dass man kaum hinterherkam. Vollgas! Das "Lehrgangsfeld" konnte das frisch Erlernte gut umsetzen. Überhaupt konnte man nur Gutes über den Lehrgang,geleitet von Dr. G.Bosselmann hören. Zwei Teilnehmer traten bis zum Ende des Tages in die Meute ein, was als Erfolg gewertet wird. Dann muss man" last but noch least " unsere Präsidentin Julia erwähnen, die den Lehrgang mühevoll und akribisch durchorganisiert hat. Vielen Dank auch dafür! So soll es sein - so kann es bleiben. Das haben wir uns so gewünscht...

 

Eure Brigitte (MoH)

Jagdreiten macht Spaß!

Mehr Bilder vom Lehrgang und von der Frühjahrsjagd gibt es bald bei Martin Diehl unter www.jagdfotos.de

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