ABSCHLUSSJAGD RONNEBURG

Samstag, 06.11.2010

Für unsere traditionelle Abschlussjagd auf der Ronneburg schienen die Voraussetzungen perfekt. Unser Master Willibald Müller, der in wochenlanger Vorbereitung zusammen mit Thomas Lehr die Strecke präpariert hatte, versprach uns in seiner Begrüßungsrede ein sehr gutes Geläuf, eine neue sehr interessante Wegführung und in die Natur eingebundene Hindernisse. Die Anforderungen blieben trotz alledem hoch, da einige Wildschleppen durch den Wald angekündigt wurden, auf denen unbedingt diszipliniertes Reiten angesagt war.

Zunächst genossen wir jedoch den herzlichen Empfang im Hause Müller. Mit leckerem selbst gebackenem Kuchen, kalten Platten und kesselfrischen Weißwürsten blieben keine Wünsche offen. Bereits hier ein herzliches Dankeschön an die Familien Müller senior und junior für die liebevolle Bewirtung!

Unserem Geburtstagkind an diesem Tag, Julia Lässig, brachten wir ein Ständchen und die ersten Zeilen des Liedes trafen wortwörtlich zu: „Heute kann es regnen, stürmen oder schneien, denn Du strahlst ja selber wie der Sonnenschein…“.

Zum Abritt gegen Mittag fanden sich trotz des beginnenden Nieselregens 28 tapfere Reiter ein. Die Bläser der Ralley Rheingau gaben die Signale zum Aufbruch zur Jagd und dann ging es los. Während des ersten Streckenabschnittes ritten wir fünf Schleppen über Wiesenwege, Waldschleppen mit Gatterhindernissen und als ersten kleinen Höhepunkt vor dem Stopp eine Rundschleppe um einen See, bei der man die exzellente Arbeit unserer Hunde beobachten konnte. Sowieso war das Wetter – auch wenn die Reiter das evtl. teilweise nicht so empfanden – absolutes Hundewetter. Unsere Foxhounds liefen schnell, laut, wenn die Schleppe gefunden war und mit vollem Eifer. Beim Stopp, in diesem Jahr an einem neuen Platz aufgrund der neuen Strecke, gab es Erfrischungen und einen Imbiss.

Danach galt es noch drei Schleppen zu bewältigen, von denen die erste bereits mit einem anspruchsvollen Hindernis geschmückt war.
Während einer Schrittphase kurz vor der nächsten Schleppe nahm die bis dahin sehr gute Stimmung schlagartig ab. Das Pferd Korduca von unserer Präsidentengattin Anny Otto rutschte aus, kam ins Straucheln und fiel zusammen mit Anny hin. Der zunächst harmlos aussehende Sturz war dann leider doch ernster. Wegen der eingetretenen Bewusstlosigkeit und aufgrund erster medizinischer Einschätzung durch unser mitreitendes und daher sofort anwesendes Meutemitglied Dr. Krell vor Ort wurde Anny per Rettungshubschrauber in die Unfallklinik nach Frankfurt gebracht. Glücklicherweise wurde bei der Erstuntersuchung im Krankenhaus keine Knochenbrüche jedoch innere Kopfverletzungen festgestellt.
Auf diesem Weg wünschen wir unserer Anny schnellstmögliche gute Besserung und drücken alle Daumen, dass sie bald wieder fit ist!

Da der Vorfall für uns alle ein Schock war, wurde die Jagd nach Annys Sturz abgebrochen und wir ritten im Schritt zum Currée in den Innenhof der Ronneburg.
Hier fand auch gleichzeitig die Welpentaufe unseres wirklich prächtig entwickelten O-Wurfes statt. Otto, Olga, Ole und Obama wurden getauft und sind bereits von ihren Paten voll ins Herz geschlossen worden.

Beim abendlichen Ball im Bandhaus der Ronneburg, zu dem jeder wieder fein rausgeputzt gekommen war, würdigten die Master Gerhard Sauer und Willibald Müller die sportlichen Leistungen der Hunde und Reiter in der vergangenen Saison. Was die Kleidung betrifft hatten die Master die Rollen getauscht. Willibald, der aufgrund eines Sturzes vom Pferd die Ronneburg noch nicht reiten konnte, erschien erstmals im Smoking. Gerhard dagegen erstmalig in der Rolle des Masters hatte selbstverständlich den Roten Rock angezogen. Für beide Master ein neues Erlebnis, mit dem sie aber beide sehr gut zurechtkamen ;-) Kaja Bolle erhielt in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal in Folge den Pokal für die meist gerittenen Jagden.
Ein letztendlich schöner Ausklang auf der Ronneburg.

Wir freuen uns auf die kommende Saison und rufen der Taunusmeute ein dreifaches kräftiges HORRIDO zu!

Kaja Bolle