2-Meute-Schleppjagd mit der Taunus-Meute und den Badischen Dragonern in Mannheim-Neckarau

Sonntag, 17.10.2010

Am 17. Oktober war es wieder soweit. Der wohl zuschauerreichsten Schleppjagd im Waldpark von Mannheim und seit Jahren fester Bestandteil im Terminkalender der Taunusmeute sahen wir bereits mit Vorfreude entgegen.

Der traditionell im Vorfeld der Jagd ökumenische Gottesdienst, musikalisch untermalt von den Französischen Parforcehornbläsern Rallye Trompes Saint-Laurent und den Jagdhornbläsern des Reit- und Fahrverein Viernheim stimmte uns besinnlich auf die Jagd ein.

Gemeinsam mit unseren Freunden der Badischen Dragoner begaben wir uns dann auf die Strecke. Wer noch nicht in Mannheim geritten ist, wird bereits auf der ersten Schleppe merken, dass diese Veranstaltung ein besonderes Event ist. Mit full speed prescht man über die von Polizisten abgesperrte Straße auf die Fohlenweide am Rheindamm. Unzählige Zuschauer jubeln den Reitern frenetisch zu und gleichzeitig ertönen die Bläsersignale. Phantastisch! Dann folgen bereits noch vor den Zuschauern die ersten Sprünge. Quer durch den Waldpark von Mannheim führen die Schleppen. Schmale Waldwege, lange Wiesen, dann wieder der Rheindamm. Auf dieser Jagd gilt trotz der zunächst einfach erscheinenden Streckenführung volle Konzentration, denn die aufgebauten und ins Gelände integrierten Sprünge kommen schnell und fast nach jeder Kurve. Hier heißt es, den Abstand zum Vordermann genau einzuhalten, um die Sprünge, die natürlich an allen Streckenabschnitten von Zuschauern verfolgt werden, genau zu taxieren. Die Hunde beider Meuten haben riesen Spaß. Konkurrenz belebt bekanntermaßen das Geschäft und so wetteifern die Hunde umso mehr, um der jeweils schnellste Hund auf der Schleppe zu sein. Das Tempo in der Equipage wie auch in den Feldern ist entsprechend hoch. Der Stopp an der Silberpappel direkt am Rhein ist herrlich. Die Zuschauer, die so eine Schleppjagd mitunter das erste Mal miterleben sind begeistert. Vor allem die Kinder kommen neugierig an, um die Hunde zu streicheln. Diese genießen das natürlich in vollen Zügen. Nach dem Stopp geht es in einer großen Runde durch den Waldpark mit nochmals anspruchsvollen Schleppen zurück auf den Rheindamm an der Fohlenweide. Und als wäre es so bestellt, kommt pünktlich zum Curée die Sonne heraus. Die Master der beiden Meuten sind mit dem Ablauf der Jagd höchst zufrieden und unsere Masterin Brigitte Roggendorf bedankt sich bei ihrem Masterkollegen von den Badischen Dragonern, Herrmann Leier, für das gute Teamwork beider Equipagen.

Auch in diesem Jahr kann der Jagdherr Heinz Scheidel eine sehr gute Bilanz ziehen. Wiedermal eine sehr gelungene Veranstaltung, die uns jedes Jahr aufs Neue begeistert. Vielen Dank dafür. Bereits heute freuen wir uns auf das nächste Jahr!
Heinz Scheidel und seiner Mannschaft ein dreifaches Horrido für diese gelungene Veranstaltung.

Kaja Bolle

Wer gerne Bilder zu der Jagd ansehen möchte, kann dies tun unter www.jagdfotos.de