DRFV

Mitglied im
Fachgruppe Jagdreiten Deutscher Reiter- und Fahrerverband e.V.

Schleppjagd mit der Taunusmeute e.V. und den Badischen Dragonern in Mannheim-Neckarau

Sonntag, 16.10.2011

 

Als wir noch im Dunklen morgens früh die Hunde verluden, konnte man nur ahnen, wie das Wetter werden würde. Doch schon nach wenigen Autobahnkilometern kam die Sonne durch den Nebel und wir freuten uns auf eine typisch herbstlich sonnige Jagd in Mannheim-Neckarau.

Der Jagdtag  begann wie immer mit einem Imbiss in der kleinen Reithalle und man begrüßt sich, hält kurze Gespräche mit Veranstalter und Jagdreiterkollegen.

Zur Hubertusmesse erfolgte der Einzug in der Reihenfolge Französische Bläser, Falkner, Pferde, Meutehunde, die Jagdherrschaft und die Reiter. Der ökomenische Gottesdienst wurde zelebriert von einem evangelischen  und einem katholischen Geistlichen zu gleichen Teilen. Pfarrer Schäfer wies in seiner Predigt darauf hin, dass wir Verantwortung für die Natur übernehmen müssten. Wörtlich sagte er “Der Faden, an dem die Erde hängt, wird immer dünner.“ Die Liturgie wurde von der Rallye Trompes Saint Laurent auf ihren Naturhörnern gespielt, so schön, dass man zuweilen Gänsehaut bekam. Den Ein- und Ausgang in die herbstlich geschmückte Reithalle begleiteten die Jagdhornbläser des Reit- und Fahrvereins Viernheim.

Nach einer weiteren Stärkung versammelte sich die Jagdgesellschaft am Rheindamm, wo sie von ca. 4.000 begeisterten Zuschauern begrüßt wurde. Nach Begrüßung durch den Jagdherren Heinz Scheidel ging das Jagdfeld auf die Schleppe, die von Sabine Keller und Dr. Christine Heipertz-Hengst gelegt wurde, begleitet von der Tochter des Jagdherrn. Das Geläuf war in diesem Jahr hervorragend, die 35 Sprünge wie immer bestens präpariert und eine sportliche Herausforderung. Manfred Beier unterhielt unterdessen die Zuschauer am Rheindamm gekonnt mit Informationen über die Reitjagd.

Der Stopp an der Silberpappel, einem Altrheinarm, erfrischte die Hunde und die Reiter konnten sich ebenfalls stärken. Auch wenn man die Rituale dieser Jagd seit Jahren kennt, erfreut man sich  jedes Mal wieder an dieser großartigen Veranstaltung.

Das Halali - ebenfalls am Rheindamm - feierten kaum weniger Zuschauer als die Begrüßung mit den Reitern. Die Master Hermann Leier und Gerhard Sauer riefen die Hunde zur wohlverdienten Curée, eine Belohnung für ihre Spursicherheit und Schnelligkeit auf der Schleppe. Während sich die Hunde um den Pansen stritten, zeichnete Präsident Wulf R. Otto das Mitglied der Taunusmeute, Martin Kessler, für die 100. Jagd hinter seiner Meute mit der Ehrennadel und dem Ehrenbruch aus, herzlichen Glückwunsch.

Beim Jagdausklang sah man nur strahlende Gesichter, so endete ein herrlicher Jagdtag!

Wulf R. Otto

Bilder der Veranstaltung finden Sie unter Florian.Beier  /   www.flob.de